4,8 Google Meisterbetrieb Herstellerdiagnose XENTRY · ODIS · ISTA Hardegsen b. Göttingen

Sofortmaßnahmen: die ersten 10 Minuten

  1. Raus aus dem Wasser und sofort ausschalten. Nicht erst prüfen, „ob es noch geht" – jede Sekunde unter Spannung mit Wasser im Gerät riskiert Kurzschlüsse.
  2. Nicht laden, nicht an den Rechner anschließen. Auch nicht „nur kurz zum Testen" – das ist der häufigste Todesstoß.
  3. Nicht schütteln, nicht föhnen. Beides verteilt das Wasser tiefer ins Gerät; Hitze schädigt zusätzlich Akku und Display.
  4. SIM-Schacht öffnen (Werkzeug oder Büroklammer), Karte und Halter entnehmen – das ist zugleich die wichtigste Belüftungsöffnung.
  5. Gerät abtupfen, Anschlüsse nach unten auf ein Tuch legen.

Die Weichenstellung: trocknen lassen oder sofort zur Reinigung?

Richtig trocknen (ohne Reis)

  1. Gerät ausgeschaltet lassen – mindestens 24, besser 48 Stunden.
  2. Bei Raumtemperatur mit Luftzirkulation lagern, SIM-Schacht offen, Anschlüsse nach unten. Ideal: in einem geschlossenen Behälter mit Silicagel-Trockenbeuteln.
  3. Kein Reis (Mythos: trocknet kaum, krümelt in Buchsen), keine Heizung, kein Föhn, keine Sonne.
  4. Nach der Wartezeit einschalten und alles prüfen: Lautsprecher, Mikrofon, Kameras, Laden, Touch in allen Ecken. Dann sofort vollständiges Backup ziehen.
  5. In den Folgewochen wachsam bleiben: Flecken unter dem Display, schwächelnder Akku oder Ladeprobleme sind Spätfolgen beginnender Korrosion – dann doch zur Reinigung.

Was die professionelle Reinigung leistet

Die Wasserschaden-Behandlung ist eine Standardleistung spezialisierter Handy-Werkstätten: Gerät öffnen, Akku trennen, Platine in Isopropanol bzw. im Ultraschallbad reinigen, unter dem Mikroskop Korrosionsherde kontrollieren und nachlöten. Je früher, desto besser die Prognose – mit jedem Tag Restfeuchte sinkt die Erfolgsquote. Anbieter vergleichen lohnt (z. B. über kaputt.de); bei Geräten mit wichtigen Daten die Datenrettung ausdrücklich mit beauftragen.