Welches Gerät haben Sie vor sich? Der direkte Weg zum Finder

Wenn Sie schon wissen, welche Geräteart betroffen ist, aber noch nicht, wie das defekte Teil heißt, führt diese Tabelle in einem Schritt zur passenden Detailseite.

GeräteartWas typischerweise ausfälltZur Detailseite
Kühlschrank, Gefriergerät, BackofenTürdichtungDichtung finden
StaubsaugerBeutel, Motor- und AbluftfilterBeutel & Filter finden
Drucker, MultifunktionsgerätPatrone, Toner, TrommelPatrone & Toner finden
Fernseher, Router, Aktivlautsprecher, FestplattengehäuseSteckernetzteilNetzteil finden
Smartphone, Tablet, NotebookLadegerät, LadekabelLadekabel finden
Autoschlüssel, Küchenwaage, Armbanduhr, Fernbedienung, HörgerätKnopfzelleKnopfzelle finden
Deckenleuchte, Stehlampe, EinbaustrahlerLeuchtmittelLeuchtmittel finden
Waschtisch- und KüchenarmaturKartusche, DichtungenKartusche finden
Küchen- und Badmöbel, EinbauschrankTopfscharnier, DämpferTopfscharnier finden
Jacke, Koffer, Rucksack, Zelt, BezugReißverschluss-SchieberSchieber finden
Fahrrad, Fahrradanhänger, RollerSchlauch, Ventil, MantelSchlauch & Ventil finden
Auto, TransporterScheibenwischerblätterWischergröße finden
Hausgeräte-Bauteile darüber hinaus (Pumpe, Heizelement, Riemen, Platine)Verschleiß- und ElektronikteileErsatzteile beschaffen
Fahrzeugteile über Verschleißmaterial hinausSensorik, Steuergeräte, AntriebsteileOriginalteile und Identteile

Die zwölf Finder im Überblick

Sortiert nach Teiletyp statt nach Gerät – für den Fall, dass Sie das Teil bereits in der Hand halten. Jede Karte nennt die eine Kennzahl, an der die Bestellung hängt.

Ersatz-Netzteil

Welches Netzteil passt an mein Gerät?

Kennzahl: Volt exakt, Ampere mindestens gleich, Polaritätssymbol, Steckermaß

Knopfzelle & Batterie

CR2032, LR44 oder doch SR? Was braucht Schlüssel, Uhr, Hörgerät?

Kennzahl: CR-Nummernlogik (Maße im Namen), L gegen S, Hörgeräte-Farbcodes

Leuchtmittel

Welche Lampe passt in Fassung und Raum?

Kennzahl: Sockel (E27/E14/GU10 …), Lumen statt Watt, Kelvin, dimmbar ja/nein

Ladekabel & Ladegerät

Welches USB-C-Ladegerät und welches Kabel fürs Handy?

Kennzahl: USB Power Delivery, Watt-Reserve schadet nie, Kabel-Leistungsklassen

Fahrradschlauch & Ventil

Welcher Schlauch passt auf meinen Reifen?

Kennzahl: ETRTO-Nummer von der Reifenflanke, Ventiltyp SV/AV/DV, Ventillänge

Staubsaugerbeutel & Filter

Welcher Beutel gehört in meinen Sauger?

Kennzahl: Modellnummer vom Typenschild → Kompatibilitätsliste

Reißverschluss-Schieber

Der Verschluss öffnet sich wieder – welcher Schieber passt?

Kennzahl: Eingeprägte Größenzahl auf der Schieber-Rückseite + Kettentyp

Kühlschrank- & Backofen-Dichtung

Die Tür hält nicht mehr dicht – welche Dichtung ist die richtige?

Kennzahl: E-Nummer, PNC oder 12NC vom Typenschild, Papiertest als Diagnose

Topfscharnier

Die Schranktür hängt – welches Scharnier passt?

Kennzahl: Topfbohrung (meist 35 mm), Anschlagart/Kröpfung, Clip oder Schraubplatte

Druckerpatrone & Toner

Welche Patrone gehört in meinen Drucker?

Kennzahl: Patronennummer der alten Kartusche oder vollständiges Druckermodell

Einhebelmischer-Kartusche

Der Hebel hakt oder mischt nicht mehr – welche Kartusche passt?

Kennzahl: Durchmesser 25/35/40 mm, Bauhöhe, Zapfenposition – oder Hersteller-Serie

Scheibenwischer-Größe

Welche Wischerlänge braucht mein Auto?

Kennzahl: Blätter messen (beide Seiten!) oder Fahrzeugliste, Adapter-System

Die drei Wege zur richtigen Teilenummer

Jede Teilesuche läuft über einen dieser drei Wege. Sie sind nicht gleichwertig: Der erste liefert einen Katalog, der zweite ein bestimmtes Bauteil, der dritte eine begründete Annahme. Wer den kürzesten verfügbaren Weg nimmt, spart sich die Rücksendung.

WegSie brauchenDas liefert erDer richtige Weg, wenn …
1. Über die Gerätekennungvollständige Kennung vom Typenschild, inklusive Index oder Bauzustandsangabedie komplette Teileliste zu Ihrem Gerät, meist mit Explosionszeichnung… das Gerät noch zerlegbar vor Ihnen steht und Sie nicht sicher sind, wie das Teil heißt
2. Über die Nummer auf dem Teildas ausgebaute Bauteil mit Prägung, Aufkleber oder Zulieferer-Typnummergenau dieses Teil – oft markenübergreifend, weil Zulieferer viele Hersteller beliefern… das Teil bereits ausgebaut ist und eine lesbare Kennung trägt
3. Über das MaßMessschieber, zwei bis vier Maße, Fotos der Anschlussgeometrieeine überprüfbare Annahme, die Sie am Angebot gegenprüfen können… keine Nummer lesbar ist oder das Teil ein Normteil ist
Kein Weg: nach dem Aussehenein Produktfoto, das ähnlich aussiehtnichts Belastbares – Innenmaße, Chemie und Polarität sind unsichtbar… nie. Das ist die häufigste Ursache für ein Paket, das zurückgeht

Die Wege lassen sich kombinieren, und das ist sogar die sicherste Variante: Gerätekennung für den Katalog, Nummer vom Teil zur Bestätigung, Maß als Gegenprüfung am Angebot. Drei Angaben, die zueinander passen, sind eine belastbare Bestellung.

Das Typenschild finden – je Geräteart

Das Typenschild ist ein Aufkleber, eine Prägung oder eine kleine Platte und trägt alles, was ein Ersatzteilkatalog braucht. Der schwierige Teil daran ist regelmäßig, es überhaupt zu finden – Hersteller bringen es dort an, wo es die Optik nicht stört. Diese Übersicht nennt die üblichen Fundorte über alle Bereiche dieses Portals hinweg.

GeräteartÜblicher FundortAusweichstelle
Kühl- und Gefriergerätim Innenraum seitlich unten, neben oder hinter der GemüseschubladeGeräterückseite
Backofen, Herdam vorderen Rahmen unterhalb der geöffneten Türseitlich am Korpus, nur bei ausgezogenem Gerät; auch im Garantieheft
Waschmaschine, Trockner, Geschirrspülerim Türrahmen beziehungsweise auf der seitlichen TürkanteRückwand oben, bei Waschmaschinen teils hinter der Sockelklappe
Staubsaugerauf der Unterseiteim Beutelfach unter dem aufgeklappten Deckel
Kaffeevollautomat, Mikrowelle, Kleingerätam Gerätebodenhinter dem entnommenen Wassertank oder hinter der Servicetür
Fernseher, MonitorRückseite, meist unten neben den AnschlüssenMenü unter Information oder Support
Router, Netzwerktechnik, Set-Top-BoxUnterseiteKonfigurationsoberfläche im Browser
Notebook, Tablet, SmartphoneUnterseite beziehungsweise Rückseite, teils unter dem entnehmbaren AkkuSystemeinstellungen unter Geräteinformationen
DruckerRückseite oder unter der geöffneten PatronenklappeBedienmenü, Statusseite oder Treiberdialog
Elektrowerkzeug, GartengerätLeistungsschild am Motorgehäuse oder am Griffendeunter dem abgenommenen Akku
Fahrrad, PedelecRahmennummer eingeschlagen am Tretlagergehäuse von untenSteuerrohr, Sitzrohr oder Ausfallende; beim Pedelec zusätzlich am Motor und am Akku
Auto, TransporterFahrzeug-Identifizierungsnummer in der Zulassungsbescheinigung; am Fahrzeug im Türholm oder im MotorraumHSN und TSN aus den Feldern der Zulassungsbescheinigung Teil I
Möbel, EinbauschrankAufkleber an der Korpusrückwand oder auf dem SchubladenbodenMontageanleitung und Kaufbeleg; bei Beschlägen die Prägung auf dem Bauteil
Armatur, SanitärobjektMarke am Auslauf oder auf der Rosette, Serienangabe unter dem GriffdeckelRechnung des Installationsbetriebs
Uhr, Schmuck, Kleingerät mit BatterieGehäuseboden, oft sehr klein graviertBatteriecode direkt auf der ausgebauten Zelle
MusikinstrumentEtikett im Schallloch, Prägung auf der Kopfplatte oder HalsplatteSeriennummer in den Kaufunterlagen
Kinderwagen, SpielgerätAufkleber am Rahmen, häufig an der Unterseite der SitzeinheitBedienungsanleitung; bei Rückrufthemen die Chargenangabe

Der Griff, der sich immer lohnt: Fotografieren Sie das Schild einmal vollständig ab, aus kurzer Entfernung und mit seitlich gehaltenem Licht statt mit Blitz – auf geprägten Metallschildern erzeugt der Blitz genau die Blendung, die das Ablesen verhindert. Legen Sie das Bild in einem Ordner je Gerät ab. Danach brauchen Sie das Gerät nie wieder herausziehen, um eine Nummer nachzusehen. Sitzt das Schild an einer Stelle, an die kein Blick kommt, hilft ein Handyfoto über einen Spiegel oder eine kleine Endoskopkamera.

Die Eigenheiten der Hausgeräte-Nummernsysteme – E-Nummer bei Bosch und Siemens, PNC bei AEG und Electrolux, die zwölfstellige Servicenummer bei Bauknecht und Whirlpool, M.-Nr. bei Miele – sind ausführlich unter Ersatzteile richtig beschaffen beschrieben. Welche Fehlercodes je Marke auf welches Bauteil deuten, steht auf den Marken-Seiten im Bereich Haushaltsgeräte.

Modellnummer, Seriennummer, Sachnummer: was welche Zeile leistet

Auf einem Typenschild stehen oft fünf oder sechs Zahlenreihen, und nur eine davon ist die tragende. Wer weiß, welche Art von Nummer er vor sich hat, spart sich die halbe Sucharbeit – und erklärt sich nebenbei, warum eine korrekt abgelesene Nummer manchmal trotzdem nichts findet.

Art der NummerWas sie benenntTaugt zur Teilesuche?Worauf zu achten ist
Verkaufs- oder Modellbezeichnungdas Produkt, wie es beworben wurdegrenzt ein, reicht selten alleinDieselbe Bezeichnung lief oft über Jahre und mehrere Bauzustände.
Erzeugnis-, Produkt- oder Servicenummerdie Baureihe im Ersatzteilkatalogja – das ist die tragende KennungIndex oder Endung nach dem Schrägstrich gehört zwingend dazu.
Bauzustands- oder Fertigungsindexden Zeitraum beziehungsweise die Varianteergänzend, oft entscheidendTrennt Varianten, die sonst gleich heißen – etwa vor und nach einer Änderung.
Serien- oder FabrikationsnummerIhr einzelnes Exemplarnur bei Herstellern, die darüber den Bauzustand auflösenDie richtige Angabe bei Garantie- und Rückrufanfragen.
Sach-, Material- oder Teilenummerdas Bauteil selbstja – die genaueste Angabe überhauptAuf Nachfolgenummern achten; gültig ist die letzte in der Ersetzungskette.
Zulieferer-Typnummer auf dem Bauteildas Teil beim tatsächlichen Herstellerja, und markenübergreifendFindet baugleiche Teile, die unter anderer Marke gehandelt werden.
Normbezeichnungeine genormte Bauform statt eines Produktsja, herstellerunabhängigBeispiele: Batteriecodes, Lampensockel, Lagerbezeichnungen, Riemenprofile, ETRTO-Maße.
Barcode, QR-Code, Chargen- oder LosnummerLogistik und FertigungschargeneinFür Rückrufe relevant, für die Teilesuche nicht.

Die praktische Regel: Notieren Sie vom Typenschild alles, was nach einer Kennung aussieht, statt sich für eine Zeile zu entscheiden. Der Ersatzteilkatalog sagt Ihnen anschließend, welche davon er kennt. Umgekehrt kostet eine Zeile, die Sie beim Ablesen weggelassen haben, einen zweiten Gang zum Gerät.

Explosionszeichnung und Teileliste lesen

Eine Explosionszeichnung zeigt das Gerät auseinandergezogen: Jedes Einzelteil schwebt an seinem Platz, verbunden durch Hilfslinien, und trägt eine Positionsnummer. Daneben steht die Stückliste mit Bezeichnung, Bestell- beziehungsweise Sachnummer, Menge und häufig einer Gültigkeitsangabe. Wer diese Darstellung lesen kann, findet Teile, deren Namen er nicht kennt – und das ist der eigentliche Trick daran.

Wo Sie Zeichnungen finden: in den Ersatzteilportalen der Hersteller, bei spezialisierten Ersatzteilhändlern, in Service- und Werkstatthandbüchern und in den Downloadbereichen vieler Werkzeug-, Fahrrad- und Gartengerätehersteller. Für Hausgeräte führt der Weg über die Gerätekennung, für Fahrzeuge über die Fahrzeug-Identifizierungsnummer.

  1. Baugruppe wählen. Große Geräte sind in Zeichnungsblätter unterteilt – Gehäuse, Antrieb, Hydraulik, Elektronik. Ordnen Sie zuerst ein, in welcher Baugruppe Ihr Teil sitzt, sonst suchen Sie auf dem falschen Blatt.
  2. Teil in der Zeichnung suchen, nicht in der Liste. Die Liste nennt Bezeichnungen, die Sie oft nicht kennen. Die Zeichnung zeigt Formen, die Sie wiedererkennen. Der Weg geht deshalb immer vom Bild in die Liste.
  3. Positionsnummer merken und die Zeile lesen. Die Positionsnummer ist nur der Zeiger; bestellt wird mit der Sach- beziehungsweise Bestellnummer aus derselben Zeile.
  4. Gültigkeitsspalte prüfen. Angaben wie „ab Fertigungsdatum“ oder „bis Serie“ trennen Bauzustände. Zwei Zeilen mit demselben Namen und verschiedenen Nummern sind kein Fehler im Katalog, sondern genau der Punkt, an dem Ihr Index gebraucht wird.
  5. Ersetzungsketten verfolgen. Steht in der Zeile ein Hinweis auf eine Nachfolgenummer, ist diese die gültige. Manche Teile sind über Jahre mehrfach ersetzt worden; maßgeblich ist das Ende der Kette.
  6. Baugruppe oder Einzelteil? Nicht jedes gezeichnete Teil ist einzeln lieferbar. Steht keine eigene Nummer daneben, gehört es zu einer übergeordneten Baugruppe – dann entscheidet sich hier, ob die Reparatur sinnvoll bleibt.
  7. Mengenspalte beachten. Eine Menge größer eins bedeutet, dass das Teil mehrfach verbaut ist. Ob es einzeln oder im Satz geliefert wird, sagt die Bezeichnung – nicht die Menge.
  8. Die Zeichnung als Demontageplan nutzen. Was in der Darstellung außen liegt, kommt beim Zerlegen zuerst ab. Sicherungsringe, Federn und Scheiben sind in der richtigen Reihenfolge eingezeichnet – ein Blick darauf erspart die Rückfrage, wo die kleine Scheibe eigentlich hingehörte.

Wenn es keine Zeichnung gibt – und für viele Kleingeräte, Möbel und Textilien gibt es keine –, erstellen Sie Ihre eigene: Fotografieren Sie jeden Demontageschritt, bevor Sie ihn machen, und legen Sie die Schrauben in der Reihenfolge auf einen beschrifteten Karton. Diese zwei Minuten sind die beste Absicherung gegen einen Zusammenbau aus dem Gedächtnis.

Messen statt schätzen

Wenn keine Nummer lesbar ist, entscheidet das Maß. Entscheidend ist dabei weniger das Werkzeug als die Systematik: mindestens zwei unabhängige Maße, aufgenommen an einer unverformten Stelle, und zwar bevor das Teil ausgebaut ist. Ein ausgebautes Gummi verformt sich, eine ausgehängte Feder entspannt sich, ein abgezogener Schlauch zieht sich zusammen.

TeileartDiese Maße brauchen SieWomitDer typische Fehler
O-Ring, RundschnurInnendurchmesser und SchnurstärkeMessschieber am unverformten Ringam gedehnten oder gequetschten Ring gemessen
Flachdichtung, ScheibeAußendurchmesser, Innendurchmesser, DickeMessschieberDicke am verpressten Teil abgenommen
Schraube, GewindebolzenGewindedurchmesser, Steigung, Länge, KopfformMessschieber und Gewindelehremetrisches und zölliges Gewinde verwechselt – sie greifen scheinbar ineinander
SanitärgewindeAußendurchmesser messen, dann der Zoll-Nennweite zuordnenMessschieber, ZuordnungstabelleDie Nennweite ist kein Messwert: G 1/2 misst außen rund 21 Millimeter.
Antriebs- und KeilrippenriemenLänge, Profilbuchstabe, RippenzahlAblesen vom Riemenrücken, sonst BandmaßRippenzahl nicht mitbestellt – die Länge allein reicht nicht
WälzlagerInnendurchmesser, Außendurchmesser, BreiteMessschieber; die eingeprägte Lagerbezeichnung ist genormtAbdichtung und Käfigart übersehen, obwohl die Maße stimmen
FederDrahtstärke, Außendurchmesser, ungespannte Länge, WindungszahlMessschieber, gezählt am entspannten Teilan der eingebauten, vorgespannten Feder gemessen
SchlauchInnendurchmesser und Wandstärke, dazu die AnschlussartMessschieber am abgekühlten, nicht aufgeweiteten Endeam aufgeweiteten Stutzenende gemessen
Hohlstecker, BuchseAußendurchmesser des Steckers und Innenstift der BuchseMessschieber5,5 × 2,1 mm und 5,5 × 2,5 mm sind mit dem Auge nicht zu trennen
Batterie, KnopfzelleDurchmesser und Höhe – bei der CR-Reihe stecken sie im Code (CR2032 = 20 × 3,2 mm)Messschieber, sonst Aufdruckgleiche Maße, andere Chemie und Spannung
Reifen, Schlauch am FahrradETRTO-Zahlenpaar: Breite und Felgeninnendurchmesserablesen von der Reifenflankenach Zollangabe bestellt, die je Hersteller unterschiedlich gerundet ist
Formteil ohne NormUmriss, Höhe, Befestigungspunkte und deren AbständeFoto frontal mit Zollstock im Bild, plus Messschiebernur die Außenkontur erfasst, Befestigungsraster vergessen

Baugleich, kompatibel, Nachbau: was die Wörter bedeuten

In Angeboten stehen diese Begriffe oft nebeneinander, als meinten sie dasselbe. Sie meinen sehr Verschiedenes – und der Unterschied entscheidet, wie viel Prüfung Sie selbst leisten müssen.

BegriffWas dahinterstecktWas Sie prüfen sollten
Originalteil des Geräteherstellersvom Hersteller unter seiner Sachnummer geführtnur die Sachnummer und den Bauzustand
Erstausrüster- oder Identteildasselbe Teil vom Zulieferer, in dessen eigener Verpackungob die Zulieferernummer mit der auf Ihrem Teil übereinstimmt
Baugleichidentisches Bauteil, anderer Vertriebsweg oder andere MarkeZulieferername und Typnummer auf dem Bild
Kompatibel, „passend für“eine Zusage des Verkäufers, keine Baugleichheitob die Liste Ihre Gerätekennung namentlich nennt
Nachbau, Zubehörteileigenständig gefertigtes Teil mit gleicher FunktionMaße, Material und ob eine Sicherheitsfunktion im Spiel ist
Universalteilbewusst maßunabhängig, meist mit Adaptern oder als Meterwareob wirklich alle Anschlussmaße abgedeckt sind
Gebrauchtteil aus dem Spendergerätausgebautes Originalteil mit unbekannter Restlebensdauerechte Fotos, Modellgleichheit, kein Verschleißteil
Aufbereitet, instandgesetztgebrauchtes Teil mit erneuerten Verschleißstellen, oft gegen Rückgabe des altenwelche Teile erneuert wurden und wie die Rückgabe abläuft

Die kurze Regel für Nachbauten: Wirkt ein Teil ausschließlich über seine Maße und sein Material, ist der Nachbau eine ordentliche Entscheidung. Besteht seine Aufgabe darin, im Fehlerfall abzuschalten, zu verriegeln oder Netzspannung sicher zu führen, gehört das Original hin. Diese Grenze verläuft entlang der Funktion, nicht entlang der Marke. Ausführlich mit Beispielen: Ersatzteile richtig beschaffen. Wie dieselbe Frage im Fahrzeugbereich beantwortet wird, steht unter Originalteile und Identteile, und für teure Fahrzeugkomponenten unter Neuteil, Gebrauchtteil oder Instandsetzung.

Woran Sie erkennen, dass ein angebotenes Teil wirklich passt

Am Ende steht ein Angebot auf dem Bildschirm und die Frage, ob Sie es bestellen. Diese Prüfliste beantwortet sie – jeder Punkt ist ein Abgleich zwischen dem, was Sie am Gerät festgestellt haben, und dem, was das Angebot behauptet.

Wenn das Teil keine Nummer hat und kein Katalog es kennt

Es bleibt eine Restmenge: Formteile aus Kunststoff, Klemmen, Halter, Rasthaken, Kleinteile aus Geräten, für die es nie eine Teileliste gab. Vier Wege führen hier weiter.

  1. Den Zulieferer suchen statt den Gerätehersteller. Viele Kleinteile tragen ein Firmenlogo oder ein Kürzel, das im Katalog des Geräts nirgends auftaucht. Über dieses Kürzel plus die Bauform findet sich das Teil manchmal direkt beim tatsächlichen Hersteller.
  2. Als Normteil bestimmen. Erstaunlich viel ist genormt, ohne dass es danach aussieht: Sicherungsringe, Federstecker, Blindstopfen, Gleitlagerbuchsen, Kabeldurchführungen. Wer die Maße hat, kauft hier markenunabhängig.
  3. Ein Spendergerät statt eines Einzelteils. Bei abgekündigten Geräten ist ein zweites, defektes Exemplar oft die einzige Quelle – und liefert gleich noch Reserve für die nächsten Jahre.
  4. Nachfertigen lassen. Kunststoffhalter, Knöpfe, Blenden, Dreh- und Frästeile sowie einfache Dichtungszuschnitte lassen sich herstellen. Welche Verfahren wofür taugen und wo die Grenze bei belasteten Bauteilen liegt, steht unter Ersatzteile nachfertigen.

Vor allen vier Wegen steht dieselbe Frage, und sie wird zu selten gestellt: Ist wirklich dieses Teil die Ursache? Ein neues Bauteil, das ein Symptom nicht behebt, kostet zweimal – einmal das Teil und einmal die Zeit, in der die richtige Spur kalt geworden ist.

Typische Fehler bei der Teilebestimmung

Werkzeug und Bezugsquellen

Für die Teilebestimmung reicht wenig – zwei Messwerkzeuge decken den Großteil aller Kennzahlen dieser Serie ab. Welcher Bezugsweg für welchen Fall taugt, ist ausführlich unter Ersatzteile richtig beschaffen gegenübergestellt.

Werkzeug für die Kennzahlen

Teilequellen

Für Standardware ist Neuware der schnellste Weg. Bei abgekündigten Geräten, herstellereigenen Bauformen und Kleinteilen ohne Katalogeintrag führt der Weg über den Gebrauchtmarkt – dorthin gehen Sie mit der Gerätekennung oder der Sachnummer in der Suche, nicht mit einer Beschreibung.

Werkbank