Der Fehler, der fast allen passiert: Kriechöl als Schmiermittel

Wenn etwas quietscht, greifen die meisten Menschen zur Kriechöl-Dose. Das ist verständlich, denn sie steht in fast jedem Haushalt – und es ist in den meisten Fällen die falsche Dose. Kriechöle und Rostlöser sind auf eine einzige Aufgabe hin gebaut: mit sehr niedriger Viskosität in enge Spalte und unter Korrosionsschichten zu kriechen, Wasser zu verdrängen und Festsitzendes gangbar zu machen. Genau die Eigenschaften, die sie dafür brauchen, machen sie als Dauerschmierung untauglich.

Drei Dinge passieren nach dem Einsprühen. Erstens verflüchtigt sich der Trägeranteil, und zurück bleibt nur ein sehr dünner Ölfilm, der weder Last noch Zeit aushält. Zweitens löst und verdünnt das Kriechöl vorhandenes Fett und wäscht es aus der Lagerstelle – die Stelle ist nach einigen Wochen trockener als vor der Behandlung. Drittens bindet der verbliebene klebrige Rest Staub. Das erklärt das bekannte Muster: Es hilft für zwei Wochen, dann quietscht es wieder, und die Dose kommt erneut zum Einsatz. Die Lagerstelle wird dabei jedes Mal schlechter.

Die Regel, die alles vereinfacht: Kriechöl löst. Danach kommt das Mittel, das dauerhaft schmiert. Wer nur diesen einen Satz mitnimmt, hat den größten Teil dieser Kaufberatung verstanden.

Die Anwendungstabelle: Was wohin gehört

Das ist der Kern dieser Seite. Suchen Sie Ihre Anwendung, lesen Sie den passenden Schmierstoff ab – und lesen Sie besonders die letzte Spalte, denn dort steht, was an dieser Stelle Schaden anrichtet.

AnwendungRichtiger SchmierstoffWarumTabu an dieser Stelle
Festgerostete Schraube lösenKriechöl / RostlöserKriecht unter die KorrosionsschichtNicht als Dauerschmierung stehen lassen
Türscharnier aus Metall, belastetMehrzweckfett NLGI 2Bleibt unter Last an Ort und StelleKriechöl – verflüchtigt sich in Wochen
SchließzylinderGraphitpulver oder PTFE-TrockensprayTrockenfilm bindet keinen StaubJedes Öl und jedes Fett – die Stifte verkleben
Fenster- und Türbeschlag (Dreh-Kipp)Harzfreies Öl an Zapfen, Fett im GetriebeHerstellerangabe im Beschlag-BeiblattSäure- und harzhaltige Mittel
Rollladen-FührungsschieneSilikonsprayKunststoffverträglich, trockener FilmFett – bindet Staub in der Schiene
Kinderwagen-Gelenke und -AchsenSilikonsprayKein Materialangriff, wenig SchmutzbindungFett im Sandumfeld, Kriechöl auf Kunststoff
Koffer-Teleskop, ReißverschlussSilikonspray oder PTFE-TrockensprayTrocken, fleckt nicht auf TextilÖl und Fett – dauerhafte Flecken
FahrradketteKettenöl, nass oder trockenWirkt zwischen Rolle und BolzenFett, Kriechöl, Speiseöl
Bremsen (Scheibe, Belag, Felgenflanke)Gar nichtsBremsen brauchen ReibungJedes Öl, jedes Silikon – Beläge sind danach Abfall
Bremssattel-FührungsbolzenAusgewiesenes Bremsenfett, gummiverträglichGreift die Manschette nicht anMehrzweckfett, Kupferpaste
Nähmaschine, FeinmechanikHarzfreies NähmaschinenölDünnflüssig, verharzt nicht, fleckt nichtMehrzwecköl, Kriechöl, Speiseöl
O-Ringe der Kaffee-BrühgruppeLebensmittelechtes SilikonfettKontakt zum Getränk möglichMehrzweckfett, Vaseline aus dem Bad
Armaturen- und Trinkwasser-DichtungenTrinkwassergeeignetes SilikonfettMineralöl lässt EPDM-Dichtungen quellenMineralölfett jeder Art
Garagentor-Rollen, LaufwerkeMehrzweckfett NLGI 2Belastbar und standfestSilikonspray unter hoher Flächenlast
Radnabe, Zentriersitz am FahrzeugKeramikpaste, hauchdünnHitzefest und nicht leitendKupferpaste nahe ABS-Sensoren und an Aluminium
Elektrische SteckkontakteKontaktspray, danach PolfettLöst Oxid, schützt vor erneuter KorrosionGraphit und Kupferpaste – beide leitfähig
Gummidichtungen an Türen und KühlgerätenSilikonspray oder GummipflegestiftHält das Elastomer geschmeidigMineralöl – lässt Gummi quellen
Kettensäge, HeckenschereSägeketten-Haftöl, Getriebefett am NippelHaftet bei hoher UmfangsgeschwindigkeitAltöl – umweltschädlich und unzulässig
Kunststoff-Zahnräder in GerätenKunststoffverträgliches Silikon- oder PTFE-FettKein Materialangriff am PolymerMineralölfett – begünstigt Spannungsrisse

Die Kriterien beim Kauf – und woran Sie sie am Produkt erkennen

Sprühdosen tragen viele Superlative und wenige Zahlen. Diese Angaben entscheiden wirklich, und in der rechten Spalte steht, wo Sie sie finden.

EigenschaftWarum sie entscheidetWoran Sie sie erkennen
Konsistenz (NLGI-Klasse)Bestimmt, ob das Fett stehen bleibt oder wegläuftAngabe NLGI 2 für Standard, 0 und 00 für Getriebe, 3 für senkrechte Lager
Grundöl-ViskositätDünn für Feinmechanik, dick für hohe Last und langsame BewegungZahl in mm²/s bei 40 Grad auf dem Datenblatt
VerdickerBestimmt Wasserbeständigkeit und TemperaturverhaltenLithium als Standard, Calcium wasserfest, Polyharnstoff hochtemperaturfest
Tropfpunkt und EinsatzbereichObergrenze, bei der das Fett flüssig wird – die Dauergrenze liegt darunterZwei Angaben in Grad auf Dose oder Datenblatt
Nassfilm oder TrockenfilmEntscheidet, wie viel Staub der Film bindetBegriffe wie Trockenschmierung, PTFE-Trockenfilm, wachsartig
MaterialverträglichkeitFalsche Paarung lässt Elastomere quellen oder Kunststoffe reißenHinweise wie kunststoffverträglich, für EPDM geeignet, silikonfrei
LebensmitteleignungNur registrierte Produkte dürfen mit Lebensmitteln in Kontakt kommenAusdrücklicher Hinweis auf eine Zulassung der Kategorie H1
Elektrische LeitfähigkeitLeitfähige Pasten verursachen Kriechströme und SensorfehlerGraphit und Kupfer sind leitfähig, Keramik- und Silikonprodukte nicht
HarzfreiheitVerharzende Öle legen Feinmechanik binnen Monaten lahmAngabe harzfrei oder säurefrei, typisch bei Weiß- und Nähmaschinenölen
ApplikationsformBestimmt, ob Sie die Stelle überhaupt erreichenSprühröhrchen oder Zweiwege-Kopf, Pinseldose, Tube, Kartusche für Fettpresse
GebindegrößeGroße Gebinde verderben nicht, aber sie stehen jahrelang herum100 bis 400 Gramm reichen im Haushalt über viele Jahre

Was wenig aussagt: Werbeaussagen wie Hochleistung, Multifunktion oder für alle Fälle sind keine Eigenschaften. Ein Produkt, das angeblich alles kann, ist in der Regel ein Kriechöl – und damit für die meisten Schmieraufgaben das falsche Mittel. Die brauchbare Information steht klein auf der Rückseite oder im Sicherheitsdatenblatt.

Die Mittel im Einzelnen

Kriechöl und Rostlöser – Löser, keine Schmierung

Wofür: Festgerostete Schrauben, klemmende Metallmechanik, feuchte Zündanlagen, Wasserverdrängung nach dem Reinigen. Wie richtig: Einwirkzeit ist wichtiger als Menge – bei stark verrosteten Verbindungen mehrfach sprühen und über Stunden einwirken lassen, dazu leichte Schläge auf den Schraubenkopf, die den Rostspalt öffnen. Mehr dazu unter Festsitzende Schrauben lösen. Die drei Tabus: nie auf Kunststofflager, nie an Bremsen, nie in Schließzylinder. Preisspanne: 6 bis 12 Euro je 400-Milliliter-Dose; Produkte mit Zweiwege-Sprühkopf oder Röhrchen sind die praktikablere Wahl.

Passendes Produkt

Mehrzweck- und Lithiumfett – für Metall unter Last

Wofür: Metall-auf-Metall-Lagerstellen, Türscharniere, Garagentor-Rollen, Laufrollen, Radlager, Getriebe mit Schmiernippel. Überall dort, wo eine dauerhafte, belastbare Schmierung an Ort und Stelle bleiben soll. Worauf achten: NLGI 2 als Konsistenz, Lithium als Standardverdicker, Calcium wenn Wasser im Spiel ist. Wofür nicht: offene Stellen in sandiger Umgebung – dort bindet Fett den Sand zur Schleifpaste; ebenso Kunststoffzahnräder, wo ein kunststoffverträgliches Fett gehört. Preisspanne: 6 bis 14 Euro für die 400-Gramm-Dose, 5 bis 12 Euro für eine Kartusche zur Fettpresse.

Passende Produkte

Silikonspray – der Kunststoff- und Gummi-Allrounder

Wofür: Kinderwagen-Gelenke, Rollladen-Führungen, Koffer-Teleskope, Schiebetüren, Fensterdichtungen, Gummidichtungen an Kühlgeräten und Autotüren gegen Festfrieren. Der Film ist materialverträglich und zieht wenig Schmutz. Passende Anleitungen: Kinderwagen reparieren, Koffer reparieren und Rollladengurt wechseln. Wofür nicht: hochbelastete Metalllager, Reibpaarungen wie Bremsen und Keilriemen sowie alle Flächen, die später lackiert, foliert oder verklebt werden. Preisspanne: 5 bis 12 Euro je 400-Milliliter-Dose.

Passende Produkte

Lebensmittelechtes Silikonfett – für Dichtungen mit Kontakt

Wofür: O-Ringe und Führungen von Kaffeevollautomaten-Brühgruppen, Armaturen- und Kartuschendichtungen, Trinkflaschen- und Schnellkochtopf-Dichtringe. Überall dort, wo der Schmierstoff Lebensmitteln oder Trinkwasser begegnen kann. Worauf achten: ein ausdrücklicher Hinweis auf die Zulassungskategorie H1 – fehlt er, ist das Produkt für diesen Einsatz nicht vorgesehen. Zusätzlicher Grund für Silikon statt Mineralöl: EPDM-Dichtungen, wie sie in Sanitärarmaturen üblich sind, quellen unter Mineralöl auf und werden undicht. Passende Anleitungen: Mischbatterie-Kartusche finden und Dichtung finden. Preisspanne: 6 bis 15 Euro für 10 bis 100 Gramm – eine kleine Tube hält Jahre.

Passendes Produkt

PTFE und Graphit – trocken, wo Staub das Problem ist

Wofür: Schließzylinder werden ausschließlich trocken geschmiert – Graphitpulver sparsam in den Schlüsselkanal, Schlüssel mehrfach einführen und durchdrehen. PTFE-Trockensprays leisten Ähnliches an Führungen, Schubladenauszügen und Scharnieren, die staubunempfindlich bleiben sollen; sie hinterlassen nach dem Ablüften einen wachsartigen Gleitfilm. Wofür nicht: Graphit ist elektrisch leitfähig und hat an Elektronik und Steckkontakten nichts verloren; für hohe Flächenlast ist ein Trockenfilm zu schwach. Preisspanne: 4 bis 8 Euro für Graphitpulver, 8 bis 15 Euro für ein PTFE-Trockenspray.

Passende Produkte

Kupfer- und Keramikpaste – Montagepasten, keine Schmiermittel

Wofür: Verbindungen, die hohen Temperaturen ausgesetzt sind und später wieder gelöst werden müssen – Auspuffschrauben, Bremsträger, Zentriersitze an Radnaben. Die Paste verhindert das Festbrennen und Kaltverschweißen, sie ist ausdrücklich keine Schmierung für bewegte Lagerstellen. Die Unterschiede: Kupferpaste ist metallisch und leitfähig. Keramikpaste ist nicht leitend, dafür geeignet in der Nähe von Sensoren und an Aluminium. Wofür nicht: Kupferpaste an Aluminiumbauteilen und Alu-Gewinden, weil Kupfer als edleres Metall Kontaktkorrosion fördert; in der Nähe von Raddrehzahl- und ABS-Sensoren, weil metallische Partikel das Signal stören; an elektrischen Kontakten und Steckern. Und niemals an einer Reibfläche der Bremse. Preisspanne: 6 bis 14 Euro für 100 Gramm Kupferpaste, 8 bis 18 Euro für 50 Gramm Keramikpaste.

Passende Produkte

Fahrrad-Kettenöl – die Spezialdisziplin

Wofür: ausschließlich die Kette, und dort nur zwischen Rolle und Bolzen. Nass oder trocken: Nassschmierung haftet länger, taugt für Regen und lange Touren, zieht aber mehr Schmutz an. Trockenschmierung hinterlässt einen wachsartigen Film, läuft sauberer und will häufiger nachgelegt werden. Reihenfolge: erst reinigen, dann schmieren, dann außen abwischen – Öl auf Schmutz schmiert nur den Schmutz. Achten Sie auf die Kettenlängung, denn eine gelängte Kette frisst Ritzel und Kettenblätter: Fahrradkette wechseln. Und halten Sie jedes Öl von der Bremse fern, siehe Fahrradbremsen einstellen. Preisspanne: 8 bis 16 Euro je 100-Milliliter-Flasche.

Passende Produkte

Nähmaschinen- und Feinmechaniköl

Wofür: Nähmaschinen, Uhrwerke, Schreibmaschinen, Modellbau, feine Gelenke. Es handelt sich um sehr dünnflüssige, klare Weißöle, die nicht verharzen und keine Textilflecken hinterlassen. Wie richtig: Nur die im Handbuch markierten Punkte ölen, ein einzelner Tropfen je Stelle, danach ein Stück Stoffrest durchnähen, um Überschuss aufzunehmen. Passend dazu: Nähmaschine näht nicht und Uhrbatterie und Armband wechseln. Wofür nicht: belastete Lagerstellen, Ketten, alles im Freien. Preisspanne: 4 bis 9 Euro je Tropfflasche mit 50 bis 100 Millilitern.

Passendes Produkt

Wo Silikon schadet und wo Kupferpaste schadet

Beide Mittel sind ausgezeichnet – an der falschen Stelle richten sie jedoch Schäden an, die deutlich teurer sind als das Produkt selbst. Deshalb hier ausdrücklich und getrennt:

Silikon: drei Stellen, an denen es nichts verloren hat

Kupferpaste: vier Stellen, an denen sie schadet

Leistungsklassen: wofür mehr Anschaffungspreis lohnt

KlassePreisrahmenWas sie leistetFür wen
Einstiegsklasse4 bis 8 Euro je DoseEinfaches Kriechöl, Standard-Silikonspray, Lithiumfett ohne Zusätze. Wenn Sie das richtige Mittel für die richtige Stelle wählen, reicht das im Haushalt vollständig aus.Gelegentlicher Bedarf im Haus
Mittelklasse8 bis 18 Euro je DoseHier liegt der spürbare Gewinn: Zweiwege-Sprühköpfe mit Röhrchen, dokumentierte Materialverträglichkeit, Lebensmittelzulassung, definierte Temperaturbereiche. Weniger Verschwendung, weniger Fehlanwendung.Wer regelmäßig repariert – die Empfehlung für die meisten
Fachhandwerkab 18 Euro je ProduktSpezialfette mit Polyharnstoff-Verdicker, PFPE-Produkte für Sauerstoff- und Chemieumgebung, Kartuschensysteme, Datenblätter mit Freigaben.Werkstatt, Instandhaltung, Sonderanwendungen

Die ehrliche Einordnung: Anders als bei Werkzeug bringt teurer bei Schmierstoffen selten mehr Leistung, sondern vor allem passendere Eigenschaften. Ein Hochleistungsfett für 25 Euro ist im Türscharnier keinen Deut besser als das Mehrzweckfett für 8 Euro – aber ein lebensmittelechtes Silikonfett für 9 Euro ist an der Brühgruppe durch nichts zu ersetzen. Investieren Sie in die richtige Auswahl, nicht in die höhere Preisklasse.

Einsatzfall und passende Ausstattung

Grundausstattung Haushalt

Silikonspray, Kriechöl, Mehrzweckfett NLGI 2 und eine kleine Tube lebensmittelechtes Silikonfett. Rund 30 bis 45 Euro, und damit sind quietschende Türen, klemmende Rollläden, Dichtungen und Festgerostetes abgedeckt.

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Haus, Garten, Werkstatt

Dazu kommen PTFE-Trockenspray, Graphit fürs Schloss, Sägeketten-Haftöl und eine Fettpresse für Nippel an Heckenschere und Kettensäge.

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Fahrrad im Haushalt

Ein Kettenöl passend zum Wetter, ein Entfetter zum Reinigen und ein Lappen. Mehr braucht die Kettenpflege nicht – und alles davon bleibt konsequent von der Bremse fern.

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Wenn Schmieren nicht mehr hilft

Bei Spiel im Lager oder verschlissenem Zylinder ist der Tausch die Lösung. Nehmen Sie die Maße vom ausgebauten Teil ab, bei Geräten zusätzlich Typenschild und Modellnummer.

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Werkzeug zum Schmieren

Zwei Anschaffungen, die den Unterschied zwischen gezieltem Schmieren und Sprühnebel im Raum ausmachen.

Worauf man beim Schmierstoffkauf hereinfällt

Wann Sie gar nichts schmieren sollten

Der ehrlichste Abschnitt dieser Kaufberatung, denn er verhindert Schäden statt sie zu beheben:

Anwenden, lagern, aufbewahren

Die ehrliche Grenze

Schmieren behebt Schwergängigkeit durch Reibung – nicht durch Verschleiß. Ein ausgeschlagenes Lager, ein verschlissener Schließzylinder oder eine gelängte Kette werden mit keinem Mittel der Welt wieder neu. Ein verlässliches Erkennungsmerkmal ist die Haltbarkeit der Verbesserung: Wenn die Leichtgängigkeit nach dem richtigen Schmierstoff monatelang bleibt, war Reibung die Ursache. Kehrt sie nach Tagen zurück oder lässt sich an der Stelle Spiel ertasten, ist das Bauteil am Ende. Dann steht der Tausch an, nicht die nächste Dose – und in erstaunlich vielen Fällen ist das ein Normteil für wenige Euro, das ein ganzes Gerät weiterleben lässt.

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