4,8 Google Meisterbetrieb Herstellerdiagnose XENTRY · ODIS · ISTA Hardegsen b. Göttingen

Schritt 1: Die lockeren Verbindungen finden

Stuhl umdrehen und jede Verbindung einzeln prüfen: Zargen (die Rahmenhölzer unter der Sitzfläche), Beine, Sprossen und Rückenlehne nacheinander greifen und gegeneinander belasten. Alles, was sichtbar arbeitet oder knarrt, kommt auf die Liste – meist sind es mehrere Verbindungen, nicht nur die eine, die am stärksten wackelt.

Schritt 2: Die Verbindung vollständig lösen

Schritt 3: Alten Leim restlos entfernen

Der wichtigste und am häufigsten übersprungene Schritt: Holzleim haftet nicht auf altem Leim. Zapfen und Zapfenlöcher mit Schleifpapier, Schabhölzchen oder feiner Feile vom alten Leim befreien – dabei die Passung erhalten und kein Holz wegnehmen, sonst entsteht neues Spiel. Ausgeleierte Verbindungen mit Spiel werden mit Holzspänen oder Furnierstreifen und Leim aufgefüttert, bis der Zapfen wieder stramm sitzt.

Schritt 4: Neu verleimen und pressen

Material & Werkzeug

Wann Tischlerei oder Restaurator übernehmen sollten

Gebrochene Zapfen, gerissene Beine oder fehlende Sprossen verlangen neu angefertigte Teile – das ist Tischlerarbeit mit Maschine und Erfahrung; wie so etwas beauftragt wird, beschreibt unser Beitrag Teile nachfertigen lassen. Antiquitäten und Stücke mit Wert gehören grundsätzlich zum Restaurator: Dort wird mit reversiblen Techniken wie Warmleim gearbeitet, die Substanz und Patina erhalten – ein moderner Leim kann an einem historischen Stück Wert unwiederbringlich kosten.