4,8 Google Meisterbetrieb Herstellerdiagnose XENTRY · ODIS · ISTA Hardegsen b. Göttingen

Schritt 1: Siphon abschrauben und reinigen

Der Geruchsverschluss unter dem Becken ist konstruktionsbedingt die engste Stelle – Haare, Seifenreste und Fett sammeln sich genau hier. Eimer unterstellen, die beiden Überwurfmuttern von Hand oder mit der Wasserpumpenzange (Tuch als Schonschutz) lösen, Siphon abnehmen, ausräumen und mit warmem Wasser durchspülen.

Schritt 2: Saugglocke – Druck statt Chemie

Sitzt die Verstopfung hinter dem Siphon, arbeitet die Saugglocke („Pömpel") mit Druck und Sog: Überlauföffnung des Beckens mit feuchtem Tuch zuhalten (sonst entweicht der Druck dort), so viel Wasser einlassen, dass die Glocke abdichtet, dann kräftig pumpen. Der Wechsel aus Druck und Sog löst Pfropfen in beide Richtungen.

Schritt 3: Rohrreinigungsspirale für den tieferen Sitz

Eine Handspirale (drei bis fünf Meter) folgt den Rohrbögen und bohrt sich mit der Kurbel in den Pfropfen. Über den abgeschraubten Siphon direkt ins Wandrohr einführen – das ist der kürzeste Weg. Mit Gefühl arbeiten: Die Spirale soll den Pfropfen fassen und herausziehen oder durchstoßen, nicht das Rohr aufreiben. Bei alten, spröden Rohren gilt: lieber der Fachbetrieb als ein Durchbruch.

Werkzeug

Vorbeugen: damit es nicht wieder passiert

Wann der Fachbetrieb übernehmen sollte

Gluckernde Geräusche, mehrere gleichzeitig betroffene Abflüsse oder ein WC, in dem das Wasser hochsteigt, zeigen eine Verstopfung in der Fall- oder Grundleitung – dort arbeitet die Rohrreinigungsfirma mit Motorspirale, Spülfahrzeug und Kamera. Im Mehrfamilienhaus ist das zugleich ein Fall für Vermieter oder Hausverwaltung, denn die Ursache liegt dann selten in Ihrer Wohnung.