Fehler i10 beim AEG- & Electrolux-Geschirrspüler – kein Wasser im Gerät
Ein Piepton, i10 (oder i11, C1) im Display, und im Innenraum bleibt es trocken: Der Spüler bekommt kein Wasser. Die gute Nachricht: Diese Störung sitzt fast immer vor der Maschine – am Hahn, am Schlauch oder im kleinen Zulaufsieb – und ist damit einer der dankbarsten Selbsthilfe-Fälle überhaupt. Diese Seite führt der Reihe nach durch die Prüfung, bis zum ehrlichen Punkt, an dem der Techniker übernimmt.
Was i10 wirklich meldet
AEG gehört zur Electrolux-Gruppe; die i-Code-Logik ist markenübergreifend gleich. i10 sagt lt. Service-Dokumentation schlicht: Der Wasserzulauf ist gestört – innerhalb der erwarteten Zeit kommt nicht genug Wasser im Gerät an. Anders als beim Schutz-Code i30 (Wasser in der Bodenwanne) ist hier also nichts ausgelaufen; es fehlt schlicht der Nachschub. Deshalb beginnt die Suche außen an der Zapfstelle und arbeitet sich zum Gerät vor. Wie sich i10 in die übrige Code-Familie einordnet, zeigt die AEG-&-Electrolux-Markenseite.
Die Prüf-Reihenfolge – von außen nach innen
- Wasserhahn ganz öffnen. Klingt banal, ist aber die häufigste Ursache: Das Eckventil unter der Spüle wurde beim Putzen oder nach Arbeiten nur halb geöffnet – oder es ist innerlich verkalkt und lässt trotz „offen" kaum Wasser durch. Testweise ganz zu- und wieder ganz aufdrehen.
- Zulaufschlauch sichten: Auf ganzer Länge auf Knicke, Quetschungen (verrutschtes Gerät!) und enge Bögen prüfen – besonders hinter der Maschine und an der Durchführung durch den Schrank.
- Zulaufsieb reinigen (der Klassiker): Wasserhahn zudrehen, Handtuch unterlegen, die Überwurfmutter des Schlauchs am Hahn abschrauben. Im Anschluss sitzt ein kleines Sieb – mit der Spitzzange herausziehen, Kalk und Partikel ausspülen (hartnäckigen Kalk kurz in Zitronensäurelösung lösen), einsetzen, handfest anschrauben und auf Dichtheit prüfen.
- Aquastop beachten: Trägt Ihr Gerät einen Aquastop-Schlauch (dicker Schlauch mit Ventilkasten am Hahn), gilt: Kasten nie öffnen, Schlauch nie kürzen oder verlängern. Lässt der Aquastop kein Wasser mehr durch, wird der komplette Schlauch nach PNC getauscht – das ist als Teil gut beschaffbar.
- Wasserdruck plausibilisieren: Der Hersteller nennt 0,5–8 bar als Rahmen. Kommt an derselben Leitung auch aus dem Hahn nur ein Rinnsal, liegt das Problem in der Hausinstallation – Eckventil, verkalkte Leitung oder Versorger.
- Testlauf: Hahn auf, Gerät starten und in den ersten Minuten hinhören: Das Einlaufen ist deutlich zu hören. Bleibt es still und i10 kommt wieder, geht es an Schritt „Kundendienst".
Wann der Kundendienst übernimmt
Sind Hahn, Schlauch, Sieb und Druck nachweislich in Ordnung, bleiben zwei Ursachen im Gerät: das elektrische Einlassventil, das den Zulauf öffnet, und die Ansteuerungs-Elektronik. Beides verlangt Demontage und Messarbeit – die Grenze zum Gerätetechniker. Halten Sie für den Anruf die PNC vom Typenschild im Türrahmen bereit, dazu den Code und Ihre erledigten Schritte. Wer lieber begleitet schraubt, findet in Reparatur-Initiativen Erfahrung und Werkzeug.
Ersatzteile nach PNC
Alle passgenauen Teile führen über die PNC – nie nur über Markenname und Optik:
Teilequellen
- Anzeige: Aquastop-Zulaufschlauch passend zur PNC → (bei defektem oder ausgelöstem Aquastop wird der komplette Schlauch getauscht)
- Anzeige: Zulaufsieb- und Dichtungs-Set → (verzogene Siebe und ausgehärtete Dichtungen gleich mit erneuern)
- Anzeige: Zitronensäure für Sieb und Eckventil-Kalk →
- Anzeige: Gebrauchtteile und Spender-Geräte bei eBay → (für abgekündigte Serien)