Fehler F18 / E18 bei Bosch & Siemens – Waschmaschine pumpt nicht ab
Das Programm stoppt, im Display steht F18 oder E18, in der Trommel steht Wasser: Der Klassiker unter den BSH-Fehlercodes meldet eine überschrittene Abpumpzeit. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen ist kein Ersatzteil nötig – der Abpumpweg ist nur verstopft. Diese Seite führt Sie in der richtigen Reihenfolge vom Flusensieb bis zur Laugenpumpe.
Was hinter F18 steckt
Die Elektronik der BSH-Maschinen überwacht, wie lange das Abpumpen dauert. Meldet der Druckwächter nach Ablauf der vorgesehenen Zeit immer noch Wasser im Bottich, bricht das Programm mit F18 bzw. E18 ab – je nach Baujahr und Display erscheint der eine oder der andere Buchstabe, gemeint ist dieselbe Störung im Wasserablauf. Der Fehler sagt also nicht „Pumpe kaputt", sondern nur: Das Wasser kommt nicht schnell genug weg. Genau deshalb lohnt die systematische Prüfung des gesamten Abpumpwegs, bevor ein Teil bestellt wird. Die markenübergreifende Einordnung aller Ablauf-Codes (OE bei LG, 5E bei Samsung, E20 bei AEG) steht in unserer Fehlercode-Übersicht.
Die Prüf-Reihenfolge Schritt für Schritt
- Strom trennen und Restwasser ablassen: Netzstecker ziehen. Sockelklappe unten an der Front öffnen, den kleinen Notablassschlauch herausziehen, flaches Gefäß unterhalten, Verschluss öffnen. Ein großes Handtuch unterlegen – beim späteren Sieböffnen kommt immer noch ein Rest nach.
- Flusensieb herausdrehen und reinigen: Das Sieb sitzt hinter der Sockelklappe. Langsam gegen den Uhrzeigersinn öffnen, herausziehen, unter fließendem Wasser reinigen. Hier landen Münzen, Haargummis, Socken und BH-Bügel – die häufigste F18-Ursache überhaupt.
- Pumpenrad prüfen: Mit der Taschenlampe in die Sieböffnung leuchten und das Flügelrad der Laugenpumpe mit dem Finger drehen. Es muss sich frei und mit leichtem Rastgefühl bewegen. Klemmt es, sitzt oft ein Fremdkörper dahinter – vorsichtig entfernen.
- Ablaufschlauch kontrollieren: Knickstellen hinter und unter der Maschine suchen, besonders nach einem Umzug oder Verrücken. Auch die Anschlusshöhe zählt: Der Schlauch muss so verlegt sein, wie es die Anleitung vorgibt – zu tief oder zu hoch angeschlossen stört das Abpumpen.
- Siphon-Anschluss öffnen: Mündet der Schlauch am Siphon des Waschbeckens, den Anschlussstutzen abschrauben und auf Verstopfung prüfen – dort bildet sich mit den Jahren ein Pfropf aus Fusseln und Fettresten. Eimer unterstellen.
- Testlauf: Sieb wieder fest eindrehen (Dichtung sauber?), Programm „Abpumpen/Schleudern" starten. Läuft das Wasser ab, war es das – ein Blick in unsere ausführliche Anleitung Waschmaschine pumpt nicht ab zeigt alle Handgriffe mit Details.
Wenn der Weg frei ist: die Laugenpumpe
Bleibt F18 trotz freiem Abpumpweg, rückt die Laugenpumpe selbst in den Verdacht – typische Zeichen sind ein Brummen ohne Förderleistung, ungewohnte Laufgeräusche oder ein Flügelrad mit spürbarem Spiel. Die Pumpe ist ein gängiges Verschleißteil und für viele Modelle einzeln erhältlich. Entscheidend ist die E-Nummer vom Typenschild (Türrahmen oder Rückwand): Sie identifiziert Ihr Gerät eindeutig, denn die Pumpen unterscheiden sich je nach Serie in Halterung und Anschluss. Wie die E-Nummern-Logik funktioniert, zeigt die Marken-Seite Bosch & Siemens Waschmaschine. Der Wechsel verlangt Demontage und Arbeit an elektrischen Steckverbindungen – wer das nicht sicher beherrscht, übergibt an den Gerätetechniker oder schraubt begleitet im Repair-Café.
Teilequellen
- Anzeige: Laugenpumpe passend zur E-Nummer → (erst bestellen, wenn der Abpumpweg nachweislich frei ist)
- Anzeige: Ersatz-Flusensieb mit Dichtung → (bei beschädigtem Gewinde oder poröser Dichtung)
- Anzeige: Gebrauchtteile und Spender-Geräte bei eBay → (für ältere Serien oft die ergiebigste Quelle)
Wann der Kundendienst übernehmen sollte
Kommt F18 trotz gereinigtem Sieb, freiem Pumpenrad, knickfreiem Schlauch, freiem Siphon und neuer Pumpe wieder, liegt die Ursache tiefer – etwa im Druckwächter oder der Elektronik. Das ist Diagnosearbeit für den Gerätetechniker. Nennen Sie beim Termin den Code, die E-Nummer und Ihre bereits erledigten Prüfschritte: Das verkürzt den Einsatz spürbar und zeigt dem Techniker sofort, wo er weitermachen kann.